In Zeiten von Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und gesunder Lebensweise ist es nicht verwunderlich, dass dieser Trend langsam auch in der internationalen Weinwirtschaft ankommt. Es überrascht daher nicht, dass besonders in Deutschland die Verbraucher auf eine umweltbewusste Lebensweise Wert legen. Parallel dazu wachsen die Bio-Anbaugebiete stetig. Zur Zeit werden rund 5.000 Hektar in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Für das Prädikat “Bio” legt der Verbraucher gerne mal einen Euro mehr hin, da er den Begriff mit einer höherwertigeren Qualität verbindet und damit auch ein Stück weit zu einer umweltschonenden Produktion von Lebensmitteln beitragen möchte.

 

Mit einem Bio-Anteil von fünf Prozent der Gesamtrebfläche liegen deutsche Winzer mit ihren griechischen und italienischen Kollegen an der Weltspitze. Österreich ist in der Bio-Wein Produktion mit 8% führend. Was ist denn aber nun so besonders an einem biologisch hergestellten Wein? Da wären zunächst einmal die Anbauflächen, die nach EG-Öko-Verordnung nur mit ökologischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln bearbeitet werden dürfen. Einheitliche Richtlinien und Kontrollen gibt es aber noch nicht flächendeckend und so ist das Label Bio auch immer mit Vorsicht zu genießen.

 

Nicht jeder Bio-Wein ist allerdings automatisch ein guter Wein: Die Qualität und der Geschmack eines Weines wird von vielen unterschiedlichen Kriterien bestimmt. Ökologischer Weinbau wird vielmehr mit dem Ziel betrieben, die übliche Monokultur auf Weinbergen hin zu einer Polykultur – es werden beispielsweise Hopfenklee oder Klatschmohn zwischen den Reben gepflanzt - zu entwickeln um unter anderem dem Boden einen bessern Mineralienhaushalt zu geben.