Weingarten in Bordeaux

 

Der Bordeaux ist, wie oftmals angenommen, keine Rebsorte, sondern steht stellvertretend für das Weinanbaugebiet Bordeaux in Südwestfrankreich.
Nur Weine aus dieser Region dürfen den Namen Bordeaux tragen.

 

Ein Bordeaux ist damit ein so genannter Cuvée, also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten. Er besteht vorwiegend aus drei Rebsorten: Carbernet Sauvignon, Merlot und Carbernet Franc, die auf den etwa 3.000 Châteaus genannten Weingütern angebaut werden. Interessant ist der Unterschied der Weine: Es gibt Marken- und Château-Weine. Ein Markenwein wird von Weinhändlern aus unterschiedlichen Partien Fasswein zusammengestellt wohingegen ein Châteauweine aus den Trauben eines einzigen Gutsbesitzers gemacht wird.

 

Besonders in den heißeren Weinanbaugebieten sind die einzelnen Rebsorten nicht ergiebig genug, was den Geschmack der einzelnen Trauben betrifft. Deshalb werden hier mehrere Rebsorten zusammen zu einem Cuvée abgefüllt, um dem Wein mehr Komplexität zu geben. Diese Besonderheit gilt nicht nur für den Bordeaux: auch der italienische Chianti sowie der spanische Rioja sind ebenfalls Cuvées aus Rebsorten und verdanken ihre Namen wie der Bordeaux ihrem Anbaugebiet.

 

Auf Grund des nahe gelegenen Atlantischen Ozeans besteht eine durchgehende hohe Feuchtigkeit, die zusammen mit dem sehr gleichmäßigen Klima den Reben die idealen Bedingungen zum Reifen bietet. Die Rotwein Rebsorten, die den größten Teil des Weinanbaugebiets ausmachen sind Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Mit Merlot wird versucht, dem Wein noch eine gewisse Zartheit und Geschmeidigkeit mitzugeben.

 

Es gibt aber auch Weißweine aus dem Bordeaux, genauer gesagt sind sogar 20% der Produktion keine Rotweine. Für den Weißwein wird besonders der Sauvignon Blanc, Sémillon, und Muscadelle angebaut. Aus dem Sémillon werden besonders edelsüße Weine gewonnen. Trockenen Weißweine werden vorwiegend aus Sauvignon Blanc gekeltert.