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In der Antike glaubte man, dass Wein sich im Körper in Blut verwandeln würde und so die weintrinkende Person stark und gesund macht. Deswegen wurde gerade in der Fastenzeit zu Ostern viel Wein konsumiert.

 

Die im Weingenuss gesuchte Ekstase schuf in der Wahrnehmung des Weintrinkers eine Nähe zur Gottheit. Wurde im antiken Griechenland der Gott Dionysus als ein Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase verehrt, hieß der “Wein-Gott” im alten Rom Bacchus. Im Christlichen Glauben steht der Wein sinnbildlich für das Blut Christi und wird heute noch in Form von Traubensaft ohne Alkohol bei der heiligen Kommunion oder beim Abendmahl in der Kirche gereicht.

 

Ostern und Wein sind aber nicht nur geschichtlich verbunden. In vielen Kulturen wird Wein zu typischen Ostergerichten gereicht. So gibt es in z.B. in Ligurien die Torta Pasqualina – eine deftige Spezialität aus 33 Blätterteigschichten, die für die gelebten Jahre Jesu Christi stehen.
Unser Tipp, für den unkomplizierten Genuss an den Ostertagen ist ausgiebiger Brunch mit dem passenden Champagner und/oder leichten Sommerweinen, die wunderbar in einer größeren Runde verköstigt werden können. Dazu eignen sich z.B. ein leichter Chardonnay, ein Sauvignon Blanc oder ein deutscher knackiger Riesling.

 

Wer es lieber deftig mag, dem empfehlen wir einen Klassiker, von uns sommerlich-leicht verfeinert:

 

Lammkeule an Weißweinsoße

1 kg       Lamm von der Keule
50 g       Butter
100g      Speck
2            Möhren
1            Knolle Sellerie
2            kleine Zwiebeln
250 ml  Gemüsebrühe
250 ml  Wein, weiß Chardonnay oder Sauvignon Blanc
150 ml   Sahne
10          Babykarotten
1            Zuccini
100g      Ruccola

Salz, Pfeffermischung (grob), Dijonsenf, Chillipulver, Vanillemark

 

Die Keule mit Salz und Pfeffer einreiben und dünn mit dem Dijonsenf bestreichen. Die Butter im Bräter erhitzen und das Fleisch mit Speckwürfeln von allen Seiten knusprig braun anbraten. Das vorbereitete, gewürfelte Gemüse zufügen und kurz mitbraten. Den Ofen auf 125°C vorheizen und den Braten 1- 2 Stunden braten.
Während der Garzeit den Braten immer mit Wein und Brühe übergießen, Rosmarin hinzufügen. Es lohnt sich mit einem Fleischthermometer die Temperatur vom Lamm zu überprüfen; zeigt das Thermometer 70°C an, ist das Fleisch innen zart rosa und servierfertig.
Nach der Garzeit die Soße in einen Topf geben und pürieren. Die Sahne schlagen und unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Vanille abschmecken und mit einem Rührstab schaumig rühren. Dazu passen Salzkartoffeln in Butter geschwenkt und mit frittiertem Ruccola verfeinert. Die Babykarotten mit dem Grün längs halbieren, auffächern und Zuccini in gleich große Streifen schneiden und in heißer Butter kurz braun anbraten. Mit etwas Chilli und Vanille abschmecken und servieren. Guten Appetit!