Flaschenformen Wein

 

Das Wort Weinflasche bezeichnet ein gläsernes, meist kegelförmiges und verschließbares Weingefäß. Jede dieser Flaschenformen hat einen eigenen Namen und wird für verschiedene Rebsorten verwendet. Auch die Größen variieren.

 

Flaschengrößen

 

Die kleinste Flaschengröße ist der Piccolo (0,25 l), gefolgt von der Normflasche/Bouteille (0,75 l) und der Literflasche (1,0 l). Die größeren Flaschen beginnen bei der  Magnumflasche (1,5 l), gefolgt Jéroboam (4,5 l oder 5,0 l), Impériale (6,0 l), Salmanzar (9,0 l), Balthasar (12,0 l), Nebukadnezar (15,0 l), Goliath (18,0 l) und enden mit der Solomonflasche (20,0 l). Bei den Sektflaschen gibt es ein paar Unterschiede: so fasst die Jéroboamflasche nur 3 Liter und Rehoboam 4,5 Liter.  Methusalem bezeichnet die Flasche mit 6 Litern Inhalt. Die Namen leiten sich von Königen, Kriegern oder bedeutenden Figuren des alten Testamentes ab. Für den Verbrauchermarkt eignen sich die großen Flaschenformen nicht, da ein Wein – ist er einmal geöffnet – auch rasch getrunken werden sollte. In der Gastronomie und auf diversen Festen wie beispielsweise der Wiesn (dem Münchner Oktoberfest) kann man diese seltenen Stücke schon häufiger sehen.

 

 

Flaschenformen

 

1. Die Schlegelflasche

Die Schlegelflasche hat ihren Ursprung in Deutschland. Deswegen wird sie auch gerne für die typisch deutsche Weinsorte Riesling verwendet. Es gibt sie in der Regel in braun und grün. Die Flaschenfarben sind in braun eher am Rhein und in grün eher an der Mosel zu finden.  Aber auch im Elsass, Österreich und der Schweiz ist diese Flaschenform vertreten. Weltweit hat sich diese Form für Riesling und Dessertweine durchgesetzt.

 

 

2. Der Bocksbeutel

Diese Flaschenform wird vorzugsweise für (edle) Frankenweine verwendet. Die Form ist dem Hodensack eines Bocks nachempfunden und ist bis heute das Wahrzeichen des Frankenweins.

 

 

3. Die Burgunderflasche

Die Burgunderflasche fällt nach dem Hals flach ab und hat keine sogenannten Schultern. Pinot Noir und Chardonnay werden in der Regel in diese klassische Flaschenform abgefüllt, die vom Farbspektrum von dunkel- bis hellgrün reichen kann, es gibt aber auch moderne Klarglasvarianten. Weine aus der Rhône und dem Loiretal, sowie der kalifornische Chenin Blanc werden oftmals in ihr abgefüllt. In Italien wird sie teilweise in sehr dunklem (auch braunem) Glas für viele verschiedene Weine verwendet. In Deutschland kennt man sie von Grau- oder Spätburgunderweinen.

 

 

4. Die Bordeauxflasche

Diese Flaschenform ist leicht an ihren „Schultern“ zu erkennen und ist die wohl gängigste Flaschenform, vor allem bei trockenen Rotweinen. Der Boden weist eine leichte Wölbung auf, die verhindert, dass Ablagerungen beim Eingießen mit ins Glas gespült werden. Ein alter Bordeaux sollte deshalb rechtzeitig vor dem Servieren aufrecht gestellt werden. Bordeauxflaschen gibt es in grün (für trockene Rot- und Weißweine) und in klarem Glas (für süße und einige trockene Weißweine). Die klassischen  Rebsorten für die Bordeauxflasche sind Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Sauvignon Blanc und Semillion.