Flaschengärung Champagner

 

Sprudelnd, prickelnd und dekadent. So könnte man den Genuss von Champagner beschreiben. Was ist aber nun der Unterschied zu Prosecco und Sekt? Handelt es sich um “billigen” Champagner? Wir erklären euch hier, dass sich die verschiedene Schaumweine nicht nur in Geschmack und Preis unterscheiden und hinterleuchten in diesem Artikel die unterschiedlichen Herstellungsarten.

 

Champagner

Die Grundweine für den Champagner müssen aus der Champagne in Frankreich stammen. Champagner darf nur aus den Rebsorten Pinot noir, Pinot meunier und Chardonnay bestehen. Etwa 80 % aller Champagner werden aus Grundweinen verschiedener Jahrgänge zusammengestellt -man sagt auch zum Cuvées verschnitten -und kommen ohne Jahrgangsangabe auf den Markt. Bis zu hundert verschiedene Weine können für einen Champagner vereinigt werden und rechtfertigen somit auch den hohen Preis. Ein Champagner muss nach der “méthode champenoise” (Flaschengärung) produziert werden. Die méthode champenoise bezeichnet das Verfahren, das nur in der Champagne so bezeichnet werden darf. Der Champagner reift zunächst in der Flasche, die zweite Gärung wird durch Zugabe von Rohr- oder Rübenzucker gewährleistet. Die Flaschen werden dann mit einem Kronenkorken verschlossen, der innen eine Plastikkapsel, trägt, die zum Auffangen des Depots, also den Ablagerungen dient, die man beim fertigen Champagner auch noch am Flaschenboden findet. Verschlossen wird ein Champagner immer mit einem Naturkorken. Auch in der Weinlese gibt es Vorschriften für den Champagner. Darf man in Deutschland die Lese noch maschinelle durchführen, ist dieses Verfahren in der Champagner Region verboten, da sonst die Qualität der Traubenbeere gefährdet wäre.

 

 

Sekt

Das Herstellungsverfahren für Sekt ist nicht vorgeschrieben, das heißt er kann sowohl in der Flasche gären, als auch im Großraum- oder Tankgärverfahren. Diese Tanks fassen bis zu 200.000 Liter. Dieses kostengünstige Verfahren macht die heutige Großproduktion erst möglich und so ist es nicht verwunderlich, dass 95% des deutschen Sekts nach diesen Verfahren hergestellt werden. Die Qualität leidet natürlich unter dieser Massenproduktion, bedenkt man, dass im Verkaufspreis bei jeder Flasche Sekt die Sektsteuer von 1,02 € eingerechnet ist, sollte man Abstand von billigen Industriesekt nehmen und lieber gleich zum Winzer fahren und dort seinen Sekt kaufen. Winzersekt hat nicht selten die selbe Qualität wie ein Champagner. Wer nicht das Glück hat Nahe eines Weinanbaugebietes zu wohnen, kann auch getrost im Supermarkt zu Sektflaschen ab 5 EUR greifen, um für besondere Anlässe, wie dem heutigen Muttertag, ein trinkbares Tröpfchen zu erwerben.

 

Prosecco

Der Prosecco ist ein Perlwein, der einen niedrigeren Kohlensäuregehalt aufweist als Sekt, da die Kohlensäure im Nachhinein beigefügt wird und nicht wie beim Sekt oder Champagner durch Flaschengärung hergestellt wird. Nur ein Prosecco aus einer bestimmten Region Italiens (Treviso, Venetien) darf die Bezeichnung D.O.C.-Prosecco tragen – ein “echter” Prosecco kommt also wie der Champagner aus einer bestimmten Region. Ursprünglich bezeichnete Prosecco eine bestimmte Rebsorte, diese wurde aber am 01.01.2010 auf den Namen Glera getauft, damit Prosecco, ähnlich wie beim Champagner, als Synonym für die Herkunft stehen kann.

 

Zusammenfassend kann man sagen dass Sekt und Champagner Schaumweine aus verschiedenen Rebsorten aber aus einer bestimmten Region sind und nach einer bestimmten Methode hergestellt werden. Der Prosecco ist ein Wein aus einer bestimmten Traube und aus einer bestimmten Region, der durch Zusatz von Kohlensäure mit zu den prickelnden Weinen gezählt wird.

 

Passend zum Muttertag empfehlen wir Euch entweder einen Winzersekt direkt ab Hof zu kaufen, oder beim Kauf im Supermarkt beim Prosecco auf das Qualitätssiegel D.O.C. zu achten.