Weinanbaugebiet Baden

 

Das mit rund 16.000 Hektar große Weinanbaugebiet Baden zählt als drittgrößtes Anbaugebiet Deutschlands. Dabei gliedert es sich nochmals auf in neun Anbaubereiche, zwischen dem Elsaß im Westen, dem Schwarzwald im Osten und der Schweiz im Süden.

 

Mit einer Strecke von rund 400 km reicht Baden vom Bodensee bis zur Badischen Bergstraße, diese beiden Anbaugebiete markieren den Süd- und Nordgrenze des Anbaugebietes. Dazwischen liegen noch Breisgau, Kaiserstuhl, Kraichgau, Markgräferland, Ortenau, Tauberfranken und Tuniberg.

 

Die klimatische Vielfalt dieser Region spiegelt sich auch im Geschmack der Weine wieder. Baden gilt als sonnenreichstes und wärmstes Anbaugebiet Deutschlands. Auf Grund des warmen Klimas ist Baden auch das einzige deutsche Anbaugebiet, dass zur weinrechtlichen EU- Weinbauzone B gerechnet wird, neben Weinanbaugebieten wie Champagne, Elsaß, Loire, Savoyen und Jura.

 

Unterschiedliche Böden sorgen neben dem warmen Klima für die geschmackliche Besonderheit der Weine. Neben Kies, Kreide, Löß, Lehm, Vulkangestein und sogar Muschelkalk sind hier besonders vielfältige Bodenarten vorzufinden.

 

Aber auch die Rebsorten, die in Baden angebaut werden, sind so vielfältig wie ihre Böden. Mit fast 23 Prozent ist besonders Müller-Thurgau stark vertreten. Knapp 10 Prozent Grauburgunder, 8 Prozent Riesling, 7 Prozent Gutedel, 7 Prozent Weißburgunder und nur knapp 2 Prozent Silvaner gelten als Hauptrebsorten. Besonders bekannt dürfte das „Badisch Rotgold“ sein. Er ist ein Cuvée (Verschnitt) aus mindestens 51 Prozent Grauburgunder Trauben, also weißen Trauben, und höchstens 49 Prozent der roten Rebsorte Spätburgunder.

 

Wie schon im Anbaugebiet Ahr ist hier die Lese meist von Hand zu bewerkstelligen, da die Hanglagen trotz modernster Technik schwer zu bewirtschaften sind.