Sommilier

 

Die Bezeichnung “Sommelier” bedeutet übersetzt aus dem Französischen Mundschenk. Bereits in der Bibel wird dieser Beruf erwähnt; damalige Sommeliere waren die Berater des Königs. Heute berät der Sommelier Restaurantbesitzer als auch deren Gäste bei der Weinauswahl. Er führt aber auch die Aufsicht über die anderen Getränke wie Tee, Kaffee, Bier, Spirituosen sowie Zigarren.

 

Sommelier ist allerdings nicht gleich Sommelier. Die Bezeichnung ist nicht geschützt und so kann es auch vorkommen, dass ein Kellner in einem Restaurant als Sommelier bezeichnet wird, obwohl er keine der geforderten Ausbildungen oder Studien durchlaufen hat. In Deutschland gibt es drei verschiedene Institute die eine Ausbildung anbieten. Das sind die Hotelfachschule Heidelberg, das gastronomische Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz sowie die Weinakademie Kermess-UIW in München.

 

Von den vielfältigen Berufsbezeichnungen ist einzig die Bezeichnung “Diplom Sommelier” geschützt. Diesen Titel erhält man lediglich durch eine zweijährige Ausbildung in der Schweiz mit anschließender Diplomarbeit. Eine international anerkannte Prüfung zum Weinakademiker und „Master of Wine“ kann durch die „Wine und Spirit Education Trust“ (WSET) in London abgelegt werden.

 

Die Ausbildung zum Sommelier umfasst unter anderem die Ausbilungsinhalte: Weinverkostungsmethoden, Sensoriktraining, Weinfachwissen, Verkaufstechniken, Marketing Know-How, Mitarbeiterführung, Teammanagement und Beschwerdemarketing. Besondere Vorkenntnisse werden zum Thema “Harmonie von Speisen und Wein” erwartet.

 

Sommeliers arbeiten beispielsweise in Resaurants, sowie Hotels und immer häufiger in Fachabteilungen von Supermärkten mit einem gehobenen Weinsortiment. Ein gutes Restaurant wird daher dem Gast zur Weinentscheidung einen Sommelier zur Seite stellen, welcher dann den passenden Weinen zu den ausgewählten Speisen vorschlägt und serviert.

 

Bild: © ReinerSturm / pixelio.de