Rebsorte Regent

 

Farbintensiv und kräftig sind die Rotweine, die aus der Rebsorte Regent gekeltert werden. Er zählt zur derzeit widerstandsfähigsten Roten Rebsorte, da er Frost und einigen Pilzkrankheiten zu trotzen scheint. Diese recht neue Rebsorte wird weltweit angebaut und erfreut sich inzwischen wachsender Beliebtheit.

 

Der Regent zählt zu einer der widerstandsfähigsten Rebsorten der Welt, dennoch muss er gespritzt werden, wobei sich der Aufwand dabei gegenüber anderen Reben relativ gering verhält. Die Rebsorte überzeugt auf Grund ihrer Qualitätseigenschaften und ihrer Farbkraft und ähnelt geschmacklich als guter Verschnittpartner dem Merlot.

 

Als Neuzüchtung ist der Regent eine noch recht junge Rebsorte. Von Gerhardt Alleweldt 1967 gezüchtet ist der Regent eine Kreuzung zwischen Diana (Silvaner und Müller-Thurgau) und Chambourcin. Am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof wurde sie weiter entwickelt und erhielt schließlich 1995 die deutsche und im Jahr drauf die europäische Sortenzulassung.

 

Auch in Rotweinrandlagen kann der Regent durch seine frühe Reife, das überdurchschnittliche Mostgewicht und die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Winterfrösten angebaut werden. Inzwischen sind gut 2 Prozent der deutschen Rebstöcke mit Regent bestockt. Vorallem in der Pfalz, Baden und Rheinhessen wird der Regent angebaut.

 

Obwohl er noch eine recht junge Rebsorte ist, wird dem Regent eine berauschende Weinkarriere vorausgesagt. Mit Kirsch- und Johannisbeeraromen besitzt er außerdem einen ausgewogenen Tanningehalt und wird, je nach Lese, auch im Barrique ausgebaut.

 

Zum Regent passen am besten intensive Speisen, wie geschmackvolle Fleischgerichte von Wild über Lamm bis hin zur Hartwurst, oder auch intensive Käsesorten, wie Bergkäse.

 

Bild: ©  Günther Schad / pixelio.de