Weinkarte

 

Nicht selten zieht es uns abends in ein Restaurant. Nicht selber kochen, sondern sich einfach mal von anderen bekochen lassen ist sicher einer der vielen Vorteile beim Essen gehen. Schwierig wird es aber oft bei der Weinauswahl. Was bestelle ich zum Essen und wie? Wir haben euch einen kleinen Guide zur richtigen Bestellung von Wein im Restaurant zusammengestellt.

 

Die Weinrallye #55 wurde mit dem Thema “Hassliebe: Wein & Gastronomie” vom Blog The Institute of drinks ausgerufen. Wir wollten euch dabei nicht von unseren Erfahrungen mit Wein & Gastronomie berichten, sondern euch hilfreiche Tipps geben, wie ihr bei einer Weinbestellung im Restaurant am Besten vorgeht.

 

Das Essen im Restaurant ist schnell ausgewählt, bleibt nur noch die Frage: welchen Wein kombiniert man am besten zum ausgewählten Gericht? Die gute Nachricht: genau diese Reihenfolge ist schon der richtige Anfang: zuerst Essen, dann Wein auswählen – zumindest wenn man nicht gerade ein Weinkenner ist oder das Restaurant ein ganz neues ist.

 

Also zunächst einmal das Gericht wählen. Bei Aufnahme der Bestellung durch die Bedienung kann man dann gerne fragen, welchen Wein diese einem zum Gericht empfehlen können. Ist das Personal allerdings nicht ausreichend geschult, kann es sein, dass man hier nicht weiter kommt. Was also tun? Idealerweise hat man sich schon vor Aufgabe der Bestellung seine eigenen Ideen gemacht. Vielleicht hat man auf der Karte einen seiner Lieblingsweine entdeckt, oder man kennt sich ein bisschen aus und weiß welcher Wein zu welchem Gericht besonders gut kombiniert werden kann.

Wer sich nicht auskennt kann nach diesem Raster vorgehen:

 

1. Geschmack

Was möchte ich heute lieber trinken Rot- oder Weißwein?

 

2. Gericht

Wie geschmacksintensiv ist mein Gericht? (leichte Gerichte = leicher (Weiß)wein, schwere Kost = schwerer (Rot)wein

 

3. Möchte ich ein Glas oder eine Flasche Wein? (offene Weine sind meistens günstiger aber von der Qualität auch nicht so hochwertig)

 

4. Welche Rebsorte schmeckt mir besonders gut? (hier auch wieder auf das Gericht abstimmen, ein Riesling passt z.B. auch zu dunklen Fleischgerichten, währenddessen ein Grüner Veltliner eher zu leichter Kost gereicht wird)

 

5. Kenne ich eventuell einen Winzer? (Dann ist die Sache klar)

 

Der Wein ist nun endlich ausgewählt. Ist es ein Flaschenwein geworden? Dann wird ein guter Kellner die Flasche an den Tisch bringen, der Person, die den Wein bestellt hat das Etikett präsentieren, einen Schluck in ein Glas schenken und abwarten, bis gekostet wurde. Der Verkoster geht nun so vor, wie bei einer Weinprobe. Der Wein wird im Glas hinsichtlich seiner Optik, des Geruchs und schließlich auf seinen Geschmack probiert. Wenn es nichts zu beanstanden gibt, dann weist man durch ein dezentes Nicken den Kellner darauf hin, dass dieser den Wein nun servieren kann.

 

Beim Besuch in einem etwas nobleren Restaurant wird ihnen bei der Weinauswahl sogar ein eigener Sommelier zur Seite gestellt, der hinsichtlich der Weinfrage Experte ist. Dem Urteil des Sommeliers kann man in der Regel vertrauen. Gibt es ihn nicht, so kann man sich ruhig auf seine eigene Nase und die Geschmacksorgane verlassen, um selbst zu entscheiden, was gut ist und was nicht.

 

Mehr zur Weinrallye gibt es in der Facebook Gruppe.

Diesmal ist der The Institute of Drinks Blog (http://www.institute-of-drinks.at/) Gastgeber.