Mit Wein anstoßen

 

Kommen wir doch jetzt mal zum richtig interessanten Teil in der Theorie der Weinverkostung. Lasst uns den Wein trinken, ihn im Mund richtig schmecken. Wie ihr das Geschmackserlebnis richtig beschreibt, oder auch erst einmal richtig erspürt, haben wir euch heute zusammengefasst.

 

Wir haben uns bereits die Farben, den Körper und das Gewicht des Weines im Glas genauer angeschaut. Nach der Optik sind wir auf den Geruch eingegangen und nun, endlich, ist es an der Zeit, den Wein hinsichtlich seines Geschmacks kennen zu lernen. Der Geschmack des Weines setzt sich zusammen aus den vier Elementen: Geschmack, Aroma, Körper und Textur. Um es euch ausreichend zu schildern, gehen wir hier erst einmal auf Geschmack und Aroma ein.

 

Beim Geschmack verlassen wir uns auf die einzelnen Bereiche auf unserer Zunge. Süßes schmecken wir am Besten auf der Zungenspitze und Saures an den beiden Seiten der Zunge. Im hinteren Teil der Zunge liegt der Bereich für salziges, den wir bei Wein allerdings eher nicht benötigen. Also nehmen wir einen Schluck und bewegen den Wein im Mund hin und her damit er mit allen Bereichen in Kontakt kommt.

 

Das Aroma des Weines lässt sich durch die olfaktorischen Eindrücke, also durch das Zusammenspiel von Mund und Nasen-Rachen-Raum, erschmecken. Dabei können bis zu 10.000 Aromen wahrgenommen werden. Das funktioniert am Besten, wenn wir Luft über dem Wein in den Mund saugen. Damit verbinden sich die Geschmacksrezeptoren von Mund und Nase-Rachen-Bereich. Ein Grund, warum man bei Erkältungen weniger schmeckt, weil dann die Rezeptoren blockiert sind.

 

Wie schmeckt der Wein? Beim ersten Kontakt zwischen Zunge und Wein sollte sich direkt herausstellen, ob der Wein eher trocken oder lieblich schmeckt. Ist es eher ein süßer, oder ein saurer Wein? Und welche Aromen könnt ihr erschmecken? Ist er würzig, blumig oder Fruchtig? Welche Frucht genau schmeckt ihr, oder welche Blume, welches Gewürz?

 

Auch hier dürft ihr euch gerne wieder Notizen machen, dann bekommt ihr am Ende ein besseres Fazit zum Wein. Das ist besonders empfehlenswert, wenn ihr mehrere Weine an einem Abend oder Tag verkostet.