Gemischter Satz

 

Es ist der letzte Freitag im Monat Oktober. Eifrige Blogleser wissen, dass heißt es ist mal wieder Zeit für die Weinrallye! Zur heutigen Weinrallye #56 mit dem Thema „Gemischter Satz“ haben wir uns deshalb für euch mal wieder ein bisschen informiert.

 

Ein Gemischter Satz? Zugegeben, ganz sicher, was sich hinter diesem Begriff verbirgt waren wir uns nicht. Also haben wir uns erst einmal im World Wide Web ein bisschen schlau gemacht. Aber dann war schnell klar: Da gab es doch mal einen ganz herrlichen Wein….

 

Der Gemischte Satz ist vom Weinergebnis ein bisschen wie der Cuvée. Wie im Wort gemischt schon vorgenommen, handelt es sich hierbei um einen Wein bestehend aus mehreren Rebsorten. Im Gegensatz zum Cuvée (dem „Verschnitt“) wurden beim Gemischten Satz allerdings die Rebsorten alle im gleichen Weingarten angebaut. Bis zu 20 Rebsorten setzt der Winzer im Weingarten zusammen an, liest sie gemeinsam per Hand, verarbeitet sie gemeinsam zu Traubenmost und lässt sie schließlich gemeinsam vergären.

 

Ursprünglich wurde diese Variante erfunden, um ein besonders vielschichtiges Endprodukt durch einen unterschiedlichen Säuregrad sowie einen unterschiedlichen Reifegrad zu generieren. Der Gemischte Satz wird vor allem in Wien und der Steiermark seit Generationen hergestellt, weswegen seit 2009 auch kein anderes Land der EU seine Flaschen mit der Bezeichnung „Gemischter Satz“ herstellen darf.

 

Seit 2011 gibt es nun die eigene Bezeichnung „Wiener Gemischter Satz“, womit auch gleichzeitig Qualitätsmerkmale für den besonderen Wein festgelegt wurden. Dabei müssen mindestens drei verschiedene Rebsorten miteinander zum Gemischten Satz vergoren werden. Zudem darf der größte Rebsorten Anteil nicht mehr als 50% betragen. Der Gemischte Satz kann aus bis zu 20 verschiedenen Rebsorten bestehen und ist außerdem immer ein Weißwein.

 

Rebsorten, die sich im Wiener Gemischten Satz befinden können sind Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Grüner Veltliner, Chardonnay, Neuburger, Gewürztraminer, Rosenmuskateler, Jubiläumsrebe und Österreichisch Weiß.

 

Ein Gemischter Satz, der uns auf Grund seines besonderen Geschmacks in Erinnerung geblieben ist, besteht aus 60% Riesling, 20% Grüner Veltliner und 20% Pinot Blanc. Wir sprechen hier vom Wien.1 des Weinguts Pfaffl. Direkt auffällig ist, dass der Riesling hier mit 60% Anteil überwiegt, weswegen er wohl auch nicht die Bezeichnung „Wiener Gemischter Satz“ verdient. Die Bezeichnung war uns beim Trinken allerdings recht egal, denn wir waren sofort verzaubert von seiner herrlichen Frische, der ausgewogenen Säure und dem sommerlichen Gefühl, dass uns umgab. Getrunken haben wir diesen Wein übrigens im Mai diesen Jahres, also auch jetzt ist er noch gut zu Pasta Gerichten zu genießen.

 

Mehr zur Weinrallye findet ihr in der Facebook Gruppe.

Gastgeber dieses Mal ist Stefan Schwytz vom Blog baccantus.

 

Bild: ©  johnnyb / pixelio.de