Silvaner

 

Der Silvaner präsentiert sich im Glas meist mit sehr heller Farbe, gibt in der Nase einen dezent erdigen Duft ab und besitzt häufig eine milde Säure. Er erinnert ein bisschen an den Riesling, dabei gehört der Silvaner zu einer der ältesten heute noch kultivierten Rebsorten.

 

Laut Überlieferungen gelangte die Silvaner Rebe im 17. Jahrhundert von Österreich nach Deutschland. Zum ersten Mal wurde der Silvaner in Deutschland 1659 in Castell in Franken angebaut. Damals nannte man ihn in Deutschland noch „Österreicher“, heute nennt man ihn lediglich in Franken noch so.

 

Bis 1970 wurde der Silvaner mit mehr als 30 % Flächenanteil in Deutschland angebaut und gehörte damit zur meistangebauten Rebsorte. Dann sank ihr Anteil aber ständig bis heute, wo die Anbaufläche bei etwa 5,2 % liegt. Im Jahr 2009 wurde dann das Jubiläum 350 Jahre Silvanerrebe gefeiert.

 

Obwohl die Aromen des Silvaners sich meist sehr ähneln, so ist der Charakter des Weins sehr vom Standort und den dortigen Bodenbeschaffenheiten geprägt. Die Rebsorte kann sich geschmacklich sehr breit fächern: Von leichten, spritzigen Weinen über kraftvolle, körperreiche bis hin zu edelsüßen Weinen kann beim Silvaner alles dabei sein.

 

In Deutschland ist eines seiner Hauptanbaugebiete Rheinhessen, gefolgt von Franken. Aber auch in Österreich und der Schweiz, in der man vom Sylvaner spricht, kommt er ebenfalls recht häufig vor.

 

Der vorwiegend leichte Weißwein Silvaner passt ideal zu Spargelgerichten, Salaten und Fisch. Meist werden beim Silvaner die beiden jüngsten Jahrgänge bevorzugt, weil man den Wein eher jung genießt.

 

Foto: voelker_wein / flickr.com