Merlot Trauben

 

Zu einer der sechs im Bordeuax vorkommenden roten Rebsorten zählt auch der Merlot. Als eine der frühreifen Rebsorten bringt sie fruchtige, körperreiche und vollmundige Weine, die besonders nach wenigen Jahren der Lagerung besonders genussreif sind.

 

Angeblich leitet sich die Bezeichnung Merlot vom französischen Wort „merle“ ab, was zu deutsch Amsel bedeutet. Es soll von der Vorliebe der Amseln für diese Trauben abgeleitet worden sein.  Anfangs wurde die rote Rebsorte noch anders bezeichnet, doch schon im 18. Jahrhundert gilt sie als eine der wichtigsten Rebsorten des Bordelais und ist schon im 19. Jahrhundert die dominante Sorte im Médoc.

 

Nur selten ist der Merlot als reiner Sortenwein verbreitet, meist wird er zum Verfeinern und Harmonisieren anderer Rebsorten verwendet. Besonders der Cabernet Sauvignon gilt als der geeignetste Partner. Wenn der Merlot doch als eigene Sorte zu Wein verarbeitet wird, dann geschieht dies entweder in Ländern wie Italien oder der Schweiz, oder gar als einer der teuersten Weine des Bordeaux.

 

Verbreitet ist er so gut wie in jedem Weinanbaugebiet der Welt, die angebaute Fläche liegt weltweit bei geschätzten 200.000 Hektar. Er steht somit an sechster Stelle des weltweiten Rebsortenspiegels. HaupTsächlich angebaut wird die Rebsorte Merlot dabei in Frankreich, Italien, Bulgarien, USA, Chile und Australien.

 

In Deutschland zählt die Pfalz zu einer der Hauptanbauregionen für Merlot, gefolgt von Rheinhessen und Baden. Wirklich verbreitet ist die Sorte hierzulande allerdings nicht.

 

Einer der teuersten Weine der Welt, der Château Petrus, besteht zu 99 Prozent aus Merlot. Charakteristisch sind die Merlot Weine trockene, weiche und dicke Weine. Mit Aromen nach Pflaume, Brombeere und Kirsche und einem mittleren Alkoholgehalt passt er nicht nur ideal zu Wildgerichten, sondern auch zu Käse und fruchtig kräftigen Pastagerichten.

 

Foto: UlliLieber / flickr.com