Honig

 

Schon seit langer Zeit stellen die Menschen Honigwein her, besser bekannt als Met. Bis ins Mittelalter wurde er in großen Mengen auf Feiern oder Zeremonien, aber auch im Alltag getrunken. Durch den erhöhten Konsum von Bier verringerte sich der Verzehr von Met jedoch, da dieser in der Herstellung teurer und aufwändiger war. Heute wird Met vor allem auf Mittelalterfesten- und Veranstaltungen getrunken, wird aber auch gerne erhitzt auf Weihnachtsmärkten oder gekühlt als Aperitif angeboten.

 

Honigwein zählt zu den weinhaltigen Getränken, ist also kein Wein im herkömmlichen Sinne. Die Herstellung von Met ist eigentlich sehr einfach. Neben den Hauptzutaten Honig und Wasser kann man mit der Zugabe von verschiedenen Gewürzen den Geschmack nach Belieben verändern. Je nach Rezeptur unterscheiden sich die verschiedenen Inhaltsstoffe. Auch ob der Met trocken, bitter oder süß wird liegt an der Wahl der verwendeten Zutaten. Mit den richtigen Utensilien und einem guten Rezept lässt sich Honigwein leicht Zuhause herstellen.

 

Hier eine kleine Zusammenfassung des Herstellungsprozesses. Falls ihr euch selbst an die Produktion eines Honigweines machen wollt, solltet ihr jedoch ein genaues Rezept mit ausführlicher Anleitung suchen.

 

Nach dem Erwärmen des Honigs wird das Wasser hinzugegeben. Von dieser Mischung schöpft man einen Teil ab, in dem die Hefe aufgelöst wird. Erst wenn das Honig-Wasser-Gemisch bis auf ca. 20° Grad abgekühlt ist, wird das Hefegemisch dazugegeben. Die Abkühlung ist wichtig, da bei zu hoher Temperatur die Hefepilze abgetötet werden. Zum Schluss wird noch etwas Mehl hinzugegeben, mit dem sich die Hefe verbinden und am Ende absetzen kann. Die Flüssigkeit wird in einen Ballon gefüllt. Dieser wird mit einem Gäraufsatz verschlossen und an einen warmen (20°C-25°C), schattigen Ort gestellt. Nach 7 bis 20 Tagen ist die Hauptgärung abgeschlossen.

 

Die Nachgärphase kann bis zu zwei Monate dauern. Sobald der Zucker vergoren ist kommt der Gärprozess zum Stillstand. Nun kann man den Met von der Hefe abschöpfen. Der Honigwein sollte jedoch noch nicht in normale Flaschen abgefüllt werden, da diese durch die anhaltende Nachgärung zerspringen würden. Deshalb ist es ratsam, den Met noch einmal etwa ein bis zwei Monate unter einem Gäraufsatz nachgären zu lassen. Die Trübheit des Honigweins legt sich weitgehend durch das längere Stehen, da die Schwefelstoffe langsam auf den Ballonboden sinken. Ist der Wein geklärt kann er in Flaschen abgefüllt und verkorkt werden.

 

Lagert man den selbst hergestellten Met in einem dunklen Raum hält sich mit Kork verschlossener Met etwa ein halbes Jahr. Für eine längere Aufbewahrungszeit sollte der Honigwein geschwefelt werden.

 

Met kann heiß oder kalt getrunken werden und passt gut zu Desserts oder als Aperitif zu Brot. Auch als Mischgetränk, z.B. mit Kirschsaft (bekannt als Drachenblut), wird er gerne serviert.