Olivenöl

 

Angesichts der fast schon kriminellen Herstellung und des in die Irre führen der Konsumenten, kann man Olivenöl tatsächlich als flüssiges Gold bezeichnen. Denn nicht jedes Olivenöl ist auch ein hochwertiges, also jenes, wovon wir uns so viel Gesundes versprechen. Im März beginnt der Abverkauf der “neuen” Öle, da haben wir uns für euch ein bisschen zum Olivenöl informiert.

 

Richtig hochwertiges Olivenöl steht unter dem Prädikat „nativ extra“ oder italienisch „extra vergine“. Leider ist selbst das aus Italien stammende Olivenöl mit dem Prädikat „extra vergine“ nicht immer hochwertig zubereitet und schon gar nicht immer aus italienischen Oliven gepresst. Selbst Italien kauft Oliven aus Tunesien ein und verkauft es dann unter eigenem Namen.

 

Ein gutes Olivenöl erkennen Verbraucher an den möglichst präzisen Angaben auf dem Etikett. Ist der Aufdruck DOP (geschützte Bezeichnung) auf dem Etikett, zeugt dies von guter Qualität. In speziellen Geschäften kann man die Öle auch „verkosten“. Dabei sollte man folgendes beachten: Der Geruch eines guten Olivenöls entfaltet sich besonders in erwärmtem Zustand und sollte dann intensiv und fruchtig sein. Wenn sie das Öl kosten möchten, dann ist zu beachten, dass Öl mit guter Qualität bitter und eher scharf schmecken soll, auch wenn das zunächst nach Makel klingen mag.

 

Olivenöl ist eben kein Wein. Es wird auch nicht besser, wenn man es eine Zeit lang lagert, im Gegenteil. Besonders ab März sollten Liebhaber und Genießer Ausschau nach den neuen Ölen halten, denn dann etwa sind diese bei uns im Supermarkt erhältlich.

 

Gesund ist es deshalb, weil es zum größten Teil aus ungesättigten Fettsäuren besteht, was den ungesunden Cholesterinwert im Blut senkt und den guten und gesunden Cholesterinwert  erhöht. Olivenöl senkt durch seine Phenole den Blutdruck, weil es die Blutgefäße erweitert und das Blut so besser zirkulieren kann.

 

Native Olivenöle verwendet man am besten zum Braten. Allerdings ist hier die Erhitzungstemperatur besonders wichtig, denn diese sollte nicht mehr als etwa 180 °C betragen. Am Besten erwärmt man dabei immer zunächst die Pfanne und gibt dann das Öl dazu. Ein kleiner Trick: Wenn man einen Tropfen Wasser ins Öl gibt und ein trockenes Prasseln hört.

 

Da es sich bei Olivenöl um mediterranes Öl handelt, wird es auch besonders häufig zu Speisen aus dem Mittelmeerraum gegeben. In diesem Sinne empfehlen wir euch auch zu mediterranem Wein, wie zum Beispiel einem Chianti aus Italien, zu greifen.