Lugana in Sirmione

 

So mancher dürfte sich beim Italiener des Vertrauens hin und wieder ein Gläschen Lugana bestellen, einen echten Italiener unter den Weinen. Aber Lugana steht nur als Name des Anbaugebiets, die Rebsorte ist eine ganz andere.

 

Die Rebsorte Trebbiano gehört gleich zu einer ganzen Trebbiano-Familie, die sich in mehrere reinsortige Weine gliedert. Als eine der ältesten und heute am meisten angebauten Rebsorten ist sie besonders häufig in Italien und Frankreich zu finden. Dort bringt sie hohe Erträge ein und gilt als Erzeuger von DOC Weinen.

 

Bis 2006 wurde die Rebsorte Trebbiano noch dem italienischen Chianti beigefügt, inzwischen verzichten die Winzer allerdings gänzlich der Zugabe von Weißweinen beim Chianti. Um die italienische Region Modena wird aus den Trebbiano Trauben der berühmte Essig „Aceto Balsamico Tradizionale di Modena“ hergestellt. Selbst für Schaumweine, den Spumante, wird diese Rebsorte verwendet.

 

Diese Rebsorte aus der Region um den Gardasee, genauer gesagt aus der Provinz Brescia, wird dann abgefüllt und gereift zu Weinen als Lugana bezeichnet. Lugana ist demnach nur ein Synonym für eine Rebsorte, die unter so vielen Namen bekannt und in so manchen Gebieten zu Hause ist.

 

Lugana passt in Italien bestens zu leichten Antipasti-Gerichten, Pasta und Fischgerichten. Sein Bukett erinnert meist an Akazienblüten und frischen, grünen Apfel. Im Geschmack zählt der Lugana zu den trockenen, fruchtigen, frisch und ausgewogenen Weinen. Uns schmeckt der Lugana übrigens am Besten in Sirmione zur italienischen Vorspeise Caprese.