sherry

 

 

Wusstet ihr, dass das edle Getränk namens Sherry gereifter Weißwein ist? Und dass dieses Getränk mit Aromen von Mandeln, Hefe, Hasel- und Walnüssen nur in Spanien hergestellt auch nach dem tiefen, weiten Meer schmeckt? 

 

Die Trauben für die Weine werden in dem so genannten „Sherry-Dreieck“, welches zwischen den Städten Sevilla und Cadiz liegt, angebaut.  Den meisten Platz nimmt die Palomino-Traube ein, welche den Hauptbestandteil des Sherrys ausmacht. Ihr folgen die Rebsorten Moscatel und Pedro Ximenez, deren Weine dem Sherry hinzugefügt werden.

 

Das Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr, wenig Niederschlag und kühlem Meereswind, welcher die Rebstöcke in sehr heißen und trockenen Monaten mit Feuchtigkeit versorgt ist äußerst günstig. Auch die kalkhaltigen Böden sind für den Weinbau bestens geeignet.  Der lockere Kreideboden saugt den wenigen Regen auf und speichert ihn langfristig.

 

Nach der Ernte der Palomino-Trauben werden diese zu einem trockenen Weißwein mit etwa 13% vergoren. Diesem wird nicht gereifter Brandy hinzugegeben um die Gärung zu stoppen sowie um den Alkoholgehalt und eine natürliche Restsüße beizubehalten. Anschließend wird er in dem Solera-Verfahren weiterverarbeitet, welches in Bodegas stattfindet. Diese sind ebenerdig gebaut, so dass der Meereswind durch die Fenster strömen kann.

 

Im Soleraverfahren liegen mehrere Fässerreihen übereinander. Ganz unten lagert der Solera, welcher zum Verkauf abgefüllt wird. Darüber liegt der jüngere Criadere, mit welchem die unteren Fässer regelmäßig aufgefüllt werden. Ganz oben lagert der Jungwein. Durch die regelmäßigen Auf- und Umfüllungen entsteht der typische Sherrygeschmack . Für die Bodegas ist das Verfahren auch deshalb von Vorteil, da sich so Weine mit immer gleichem Geschmacksbild herstellen lassen.

 

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Fässer zu höchstens 58% und die oberen Fässer nicht geschlossen sind.  So bildet sich langsam ein fester Hefefilm auf der Weinoberfläche. Diese Florhefe schließt den Wein luftdicht ab und schützt vor Oxydation.  Möglich macht dies der Meereswind, welcher für eine natürliche Temperaturregulierung zugleich aber auch für einen leicht salzigen Geschmack sorgt, welcher nur in echten spanischen Sherrys herauszuschmecken ist.

 

Je nach Sherryart weicht der Herstellungsprozess und die Traube der verwendeten Weine ab. So kann man zwischen zahlreichen, verschiedenen Sherrys wählen. Während sich halbtrockener Sherry als Aperitif eignet, schmeckt süßer Sherry hervorragend zu Kaffee und Kuchen.