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In der Antike und bereits im frühen Mittelalter wurde libanesischem Wein gehandelt. Das Gebiet Libanon gehört inzwischen zu den ältesten Wein kultivierenden Regionen der Erde. Zwischenzeitlich kam der Weinbau dann aber fast gänzlich zum Erliegen.

 

Heute wird auf einer Fläche von etwa 30.000 Hektar besonders in der Bekaa-Ebene Wein im Libanon angebaut. Dass es heute wieder zu einer jährlichen Produktion von rund acht Millionen Flaschen Wein kommt, ist besonders den im Libanon angesiedelten Christen zu verdanken. Noch im Mittelalter, als sich die Araber und damit auch der Islam mehr und mehr im Land verbreiteten ging der Anbau von Wein stark zurück. Doch schon in dieser Zeit bauten die christlichen Klöster weiter Wein für den Messbedarf an.

 

Moderner Weinbau wird allerdings erst seit 1857 betrieben. Damals waren es vor allem die Jesuitenmönche den Anbau von Reben und das Anlegen von Weinkellern betrieben. In diesen Weinkellern lagern noch heute Weine aus dem Jahr 1918. Kein Wunder, dass diese Bereiche heute beliebte Touristenziele sind.

 

Dann kam es allerdings zum Libanesischen Bürgerkrieg und die Weinproduktion kam zwischen 1975 und 1990 fast vollständig zum Erliegen. Als geschichtsträchtiges Weinanbaugebiet wurden die Reben dann aber schnell rekultiviert, der Weinbau auf den neuesten Stand gebracht und die Weinproduktion wieder vollständig aufgenommen.

 

Die Produktionsmenge, die exportiert wird liegt bei etwa 40 Prozent. Besonders nach Europa, in die USA, nach Kanada, Brasilien, Australien und sogar in die arabischen Staaten wird der Wein heute aus dem Libanon exportiert.

 

Rotweine aus dem Libanon sind meist aus den Rebsorten Syrah, Merlot, Cinsaut und Cabernet Sauvignon. Die weißen Rebsorten sind besonders Sauvignon Blanc, Ugni Blanc, Sémillion und Chardonnay. Lokale Rebsorten sind im Ausland leider noch recht unbekannt oder relativ schwer zu erwerben, sind aber nicht weniger ein besonderer Genuss, wie zum Beispiel aus den Reben Merweh oder Meroué.