Federweißer_web

Er ist wieder da! Seit kurzem steht der Federweiße in den Regalen und wartet darauf mit nach Hause genommen  zu werden.

 

Auch wenn es bedeutet, dass der Sommer vorbei und der Herbst nicht mehr weit ist freuen wir uns jedes Jahr über die ersten Flaschen gefüllt mit köstlich fruchtigem und vor allem süßen Federweißen. Der unter vielen Namen (Sauser, Rauscher, Blitzler,…) bekannte junge Wein ist das erste Erzeugnis der Weinernte. Die meisten Winzer verarbeiten rote und weiße Trauben, welche sich nicht für hochwertige Prädikatsweine eignen. Beliebte weiße Rebsorten sind Ortega, Siegerrebe und Bacchus, der „Federrote“ stammt oft vom Frühburgunder oder Dornfelder.

 

Der junge Wein ist genau genommen noch kein Wein. Die herrlich süße Flüssigkeit ist frisch gepresster Traubenmost, dessen alkoholische Gärung gerade begonnen hat. Die Hefe spaltet den Traubenzucker und setzt Alkohol und Kohlensäure frei. Daher werden die Flaschen nicht luftdicht verschlossen. Der Druck würde sonst zu groß werden und die Flaschen sprengen. Beim Kaufen und Lagern daher unbedingt darauf achten die Flaschen stets aufrecht zu halten.  Den Namen hat der Federweiße übrigens von der Hefe, die während der Gärung in vielen kleinen „Federn“ durch die Flüssigkeit schwebt und ihr ein milchig weißes Aussehen verleiht.

 

Wem der junge Wein zu süß ist lässt ihn einfach bei Zimmertemperatur stehen. Dadurch beschleunigt sich die Gärung, er wird trockener, aber auch alkoholhaltiger.  Wer es gern süß und fruchtig mag lagert die Köstlichkeit im Kühlschrank, das verlangsamt den Prozess.

 

Zumindest bei uns hält sich so ein Federweißer eh nicht lange. Zusammen mit Flamm- oder Zwiebelkuchen und in großer Freundesrunde sind die Flaschen im Nu geleert. Trotz Gemütlich- und Geselligkeit sollte man jedoch nicht zu viel konsumieren – da die Hefe in Magen und Darm… ihr wisst schon.