weinwein

Nach dem EU-Weingesetzt muss auf jeder Flasche die entsprechende Weinqualität angegeben sein und so finden sich Bezeichnungen wie Prädikatswein, Auslese, Classic oder Eiswein auf den Etiketten.

 

In kaum einem anderen Land gibt es so viele verschiedenen Qualitätsstufen wie in Deutschland. Wichtigstes Kriterium ist hierzulande das Ausgangsmostgewicht, angegeben in Grad Öchsle. Jedoch bestimmen unter anderem auch Rebsorte, Leseart (meist Handlese), Ertragsbeschränkungen oder die Säure die Qualitätstufe des Weines. Da die Kriterien national festgelegt werden ist es schwer die Qualitätsstufen international zu vergleichen. Einige Bestimmungen wie z.B die Höhe des Öchsle-Grades unterscheiden sich sogar von Region zu Region.

 

Hier nun die in Deutschland vorhandenen Qualitätsstufen, beginnend mit der einfachsten Stufe, welche der Tafelwein belegt.

 

Tafelwein:

Für den Tafelwein gilt lediglich die Vorgabe mind. 8,5 vol% und höchstens 12 vol% zu besitzen. Oft wird vor der Gärung Zucker zugesetzt (Chaptalisation) um den Alkoholgehalt zu erhöhen.

 

Landwein:

Das Geschmacksbild des Landwein unterscheidet sich je nach Region, er wird jedoch immer trocken oder halbtrocken ausgebaut. Die Herkunftsregion muss auf dem Etikett angegeben werden.

 

Qualitätswein:

Mit dem Qualitätswein steigen wir in das gehobene Weinsegment ein. Die größte Gruppe deutscher Weine muss so einige Kriterien erfüllen. Sämtliche Trauben müssen zu 100% aus deutschen Anbaugebieten stammen. Die Grenzwerte des natürlichen Alkoholgehalts und der Mindestmostgewichte variieren je nach Rebsorte und Anbaugebiet. Die Menge des zuzugebenden Zuckers vor der Gärung ist begrenzt. Qualitätsweine müssen eine amtliche Qualitätsweinprüfung durchlaufen und werden mit einer Prüfnummer (AP-Nr.) versehen, die auf das Etikett gedruckt wird. Seit 2000 dürfen Qualitätsweine mit den Begriffen „Classic“ und „Selection“ versehen werden.

 

Classic:

Bei einem „klassischem Wein“ handelt es sich um die Verarbeitung herkömmlicher, gebietstypischer Rebsorten (z.B. Riesling, Burgunder, Dornfelder) welche einem gehobenen Qualitätsanspruch genügen können. Da der Restzuckergehalt höchstens doppelt so hoch sein darf wie der Säuregehalt, jedoch niemals mehr als 15 Gramm, ergibt sich eine harmonische Abstimmung zwischen süß und sauer. Der Classic zeichnet sich durch sein kräftiges, aromatisches Geschmacksbild aus und wird stets trockenen ausgebaut.

 

Selection:

Wie der Name schon verrät handelt es sich bei „Selection“-Weinen um Spitzenklasseprädikate. Die Erträge sind stets stark begrenzt, die Trauben werden an ausgewählten Standorten per Hand verlesen. Mit weniger als 9 Gramm weisen die Weine einen sehr geringen Restzuckerwert auf. Der natürliche Alkoholgehalt muss gesetzlich bei 12,2% liegen. Das Geschmacksbild ist immer trocken. Verkauft werden dürfen die Weine erst ab dem 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres um dem Wein eine ausreichende Reifezeit zu gewährleisten.

 

 

Prädikatswein:

Prädikatsweine müssen den höchsten Anforderungen entsprechen, dafür liefern sie die beste Qualität aus erlesenen Trauben. Weine müssen zu 100% von einer Rebsorte stammen, der Zusatz von Zucker ist verboten. Innerhalb dieser Qualitätsstufe gibt es verschiedene Prädikate , auf welche wir in einem zweiten Artikel näher eingehen werden.