Ausgekorkt

Es wird schon lange nach einer anhaltenden Alternative zum Korkenverschluss bei Weinflaschen gesucht. Scheinbar hat sich nun ein neuer Trend herauskristallisiert: Glas statt Korken.

 

So mancher Weintrinker kam bereits in den Korkgeschmack. Das ist nicht nur unschön sondern vor allem ärgerlich. Der materielle Schaden wird inzwischen auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt, schließlich wird das verkorkte Produkt nicht verzehrt, sondern tragischerweise den Abfluss herunter gespült. Verfechter des mit Korken verschlossenen Weines werden nun, berechtigterweise, Einwand erheben. Nicht immer ist der Korken am Kork-Geschmack Schuld. Dennoch wird geschätzt, dass 5 Prozent aller Korkenverschlüsse den Wein korken lassen.

 

Für viele gehört der typische “Plopp” zum Weinerlebnis, weshalb der Glaskorken noch keine große Euphorie ausgelöst hat. Doch Weine die länger gelagert werden sollen, werden nicht geschmacklich vom Glaskorken beeinträchtigt. Bisher wird der Glaskorken deshalb auch bei mittlerer und gehobener Preisklasse verwendet. Die Glaskorken haben es bisher auch noch nicht weit gebracht, angeblich werden derzeit weniger als 5 Prozent der Weine damit verschlossen.

 

Für den Glaskorken wäre dann auch kein Korkenzieher mehr von Nöten, da sich der Glaskorken durch Gummiringe leicht aus der Flasche ziehen lässt, wenn man erst einmal die Aluummantelung entfernt hat. Wir haben leider bisher noch keinen dieser Weine mit Glaskorken erwischt, sind aber schon jetzt sehr gespannt auf die Entwicklung im Bereich der Weinverschlüsse.