Scheurebe

In Deutschland während des 1. Weltkriegs gezüchtet wurde die Rebsorte Scheurebe allerdings erst in den 50er Jahren anerkannt. Weitere 20 Jahre brauchte es dann, bis sie boomte. 

 

Im Jahr 1916 gelang es dem Rebenzüchter Georg Scheu mit seinem 88. Sämling  aus seiner Kreuzungsserie aus Riesling und Silvaner eine überzeugende Neukreuzung. Zumindest ging diese Kreuzung aus seinen Unterlagen hervor. Inzwischen habe man aber durch DNA Analysen herausfinden können, dass es sich bei der Scheurebe um eine Kreuzung von Riesling und der Bukettraube handelt.

 

Zunächst wurde die Neuzüchtung allerdings unter dem Namen “Dr-Wagner-Rebe”, “S 88″ oder auch “Sämling” bekannt, erhielt aber bis in die 50er Jahre keine nennenswerte Anerkennung. Erst in den 50er Jahren gelang die Erzeugung von Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen.

 

Die neue Rebsorte wurde daraufhin zunächst in Rheinhessen, dem größten Deutschen Weinanbaugebiet angebaut. In den 70er Jahren dann boomte die Rebsorte und die Anbauflächen verdoppelten sich. Inzwischen wird die Scheurebe neben Rheinhessen auch in der Pfalz, in Franken, an der Nahe und zu kleineren Teilen in anderen Deutschen Weinanbaugebieten angebaut.

 

Häufig bekannt ist der Wein der Scheurebe mit Etiketten “lieblich” und “süß”. Die edelsüßen Varianten aus dieser Rebe zeichnen sich dabei besonders durch eine lange Haltbarkeit aus und entwickeln nach mehreren Jahren beeindruckende und interessante Pfirsicharomen oder Rosenduft. Je nach Qualitätsstufe lässt sich ein leichter Kabinettwein ideal in geselliger Runde genießen, halbtrockene Spätlesen eignen sich besonders gut zu aromatisch-würzigen Speisen wie Ragout und edelsüße Spätlesen machen so manches Dessert erst zum wahren Gedicht.