zweigelt

Friedrich Zweigelt, Züchter und Namensgeber des köstlichen Weines hätte sich zu seinen Zeiten bestimmt nie träumen lassen, dass seine Kreuzung einmal die in Österreich am häufigsten angebaute Rotweinsorte sein würde. 

 

Mit über 6.500 Hektar Anbaufläche wird nur dem Grünen Veltliner noch mehr Platz eingeräumt. Von Friedrich Zweigelt aus den autochthonen Rebsorten St. Laurent und Blaufränkisch gekreuzt, entstand der Zweigelt 1922 in Klosterneuburg und war zunächst unter dem Namen Rotburger bekannt. Erst 1975  wurde er unbenannt.

 

Auch in Deutschland wird die rote Traube angebaut, zum Beispiel in Württemberg, Saale-Unstrut und Franken. Die Flächen kommen jedoch bei weitem nicht an den Nachtbar ran, insgesamt beläuft sich der Anbau auf unter 100 Hektar in ganz Deutschland.

 

Der Zweigelt ist recht anspruchslos und zeigt sich dankbar mit hohen Erträgen. Diese müssen oft reguliert werden, da bei zu hohen Erträgen der Wein hell und dünn wird. Wird es dem Zweigelt jedoch zu trocken oder nass, zu heiß oder kalt oder fehlt ihm wichtiger Kalium reagiert er mit welken Trauben in der Reifephase, welche nicht mehr zu Wein verarbeitet werden können.

 

Hatte er ein gutes Jahr belohnt der Zweigelt seinen Winzer mit einem violett-rötlichen Traubensaft, welcher fruchtig und mit Aromen von Vanille, Zimt, Pflaumen und weichen Tanninen im Abgang daherkommt. Bei hoher Reife sind Schwarzkirsch- und Beerenaromen herauszuschmecken. Ein vollmundiger, starker Wein, der auch oft als Cuvée-Parnter Verwendung findet.

 

Zu einem Zweigelt lassen sich hervorragend Nudelgerichte wie Pasta Carbonara, Käse und Wild auftischen.