grenache

Die rote Rebsorte Grenache ist eine der meist angebauten Sorten auf der ganzen Welt. Die mit Granache bebaute Gesamtfläche wird auf mindestens 240.000 Hektar geschätzt. Durch die vielen verschiedenen Anbaugebiete hat die Granache dementsprechend viele Namen. 

 

In Spanien, das wahrscheinlich das Ursprungsland der roten Traube ist, ist sie unter den Namen Garnache, Granaza, Aragonés oder Tinto (Aragonés) bekannt, in Frankreich wird sie als Roussillon, Redondal und Rivesaltes bezeichnte und in Italien baut man sie unter dem Namen Alicante an. Neben diesen Anbaugebieten wird die Grenache auch in Australien, Kalifornien, Argentinien, Griechenland, Chile, sprich, fast auf der ganzen Welt angebaut.

 

Ihre große Beliebtheit verdankt die Rebsorte ihrer Traube, welche arm an Tanninen und Farbe ist, dafür ein hohes Mostgewicht aufweist und unter extrem klimatischen Bedingungen anzubauen ist. Trotz Dürre, Hitze und Wind verspricht die Grenache auch bei geringen Einträgen zuverlässig gute Qualität.

 

Ein weiteres Merkmal ist der hohe Alkoholgehalt. Bei einem sortenreinen Ausbau können ganze 15-16 Volumenprozente erreicht werden. Das ist ordentlich. Da überlegt man sich schon, ob man sich ein zweites Glas gönnen soll. Reinen Grenache bekommt man jedoch eh nicht oft, meist wird er mit anderen Sorten gemischt. In Frankreich zum Beispiel mit Syrah oder mit italienischem Tempranillo. Heraus kommen fruchtige Cuvées mit Aromen von Beeren, exotischen Früchten, Honig, Cassis, frischen Kräutern, Pfeffer, je nach Verschnittpartner und Ausbau.

 

Mit die bekanntesten Grenache-Rotweine kommen aus dem Tal Rhôhne-Chateauneuf-du-Pape im schönen Südfrankreich. Die dort hergestellten Weine sind für ihre kräftigen Aromen von Beeren und Gewürzen weltweit beliebt.

 

Die Grenache gibt es übrigens auch als weiße Traube namens Grenache Blanc. In Frankreich und Spanien wird sie gerne für Verschnittweine verwendet. Die Weine eigenen sich für einen Ausbau im Barrique und überzeugen durch ihren vollmundigen Geschmack und, wie bei dem roten Verwandten, durch ihre weiche Struktur.