Gläser

Nicht immer haben wir das richtige Glas zu Hand, das dem jeweiligen Wein angemessen wäre. Aber habt ihr dabei schon mal einen geschmacklichen Unterschied feststellen können? Wir schon. 

 

Im Sommer am See, im Winter in einer angemieteten Hütte, beim Einstand einer neuen Wohnung, es gibt Situationen, in denen man einfach nicht das “richtige” Glas für den Wein zu Hand hat. Einen Rotwein aus dem Plastikbecher zu trinken, da würde so mancher Sommelier sicher mit den Augen rollen. Doch manchmal ist das eben so. Auch wenn man dann den ein oder anderen geschmacklichen Unterschied in Kauf nehmen muss.

 

Ein Rotwein getrunken aus einem Sektglas kann durchaus länger brauchen, bis er ordentlich atmen konnte. Denn die Fläche um den Wein richtig atmen zu lassen,  ist im Sektglas lange nicht so gut vorhanden wie bei einem guten und breiten Rotweinglas. Manche mögen Wein auch mal gerne aus dem Tongefäß. Hier kann der ursprüngliche Geschmack des Weins allerdings durch den Ton verfälscht werden. Dabei machen am Ende die äußeren Umstände, die Wahl des Glases und die Temperatur des Weins den Spaß und den Geschmack aus.

 

Wie wäre es einfach mal mit einem Weinverkostungsabend der anderen Art? Ladet eure Bekannten und Freunde zu euch ein und stellt die unterschiedlichsten Gläser bereit. Warum nicht mal einen Bordeaux aus dem Weißbierglas versuchen? Oder einen Sherry im Rotweinglas? Wie wohl der Weißwein aus dem Glas schmeckt wenn man ihn zuvor im Plastikbecher verkostet hat? Legt dazu einen kleinen Block oder mehrere Blatt Papier für jeden Gast bereit. Und vor allem: Bereitet dieses Mal die Weine nicht vorher vor. Also den Rotwein nicht schon eine Stunde zuvor dekantieren, einfach mal versuchen und verkosten.

 

Ein solcher Abend muss nicht von Weinkennern begleitet werden, denn wie immer gilt: Es soll Spaß machen. Und auch wenn eure Geschmacksnerven nicht die geschultesten sind, so werdet ihr den ein oder anderen aromatischen Unterschied definitiv herausschmecken. Macht euch einfach einen tollen Abend!